Historisches

Frauenwahlrecht im Erfurter Programm von 1891

In diesem Jahr ist es genau 130 Jahre her, dass die SPD sich in ihrem Erfurter Parteiprogramm für das Frauenwahlrecht ausgesprochen hat. Die SPD war die erste und einzige Partei im Deutschen Kaiserreich, von der die Frauenbewegung seitdem öffentliche Unter-stützung erfuhr. Es vergingen jedoch weitere 28 Jahre, bis die Frauen 1919 bei den ersten demokratischen Wahlen in Deutschland ihr aktives und passives Wahlrecht ausüben konnten. Weltweit betrachtet waren die Neuseeländerinnen bereits 1893 die ersten
wahlberechtigten Frauen. Der letzte Staat in Europa, der das Frauenwahlrecht einführte, war Liechtenstein im Jahr 1984

25. November: „Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen“

Der Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen, auch „Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen“ (englisch International Day for the Elimination of Violence against Women), ist ein am 25. November jährlich abgehaltener Gedenk- und Aktionstag zur Bekämpfung von Diskriminierung und Gewalt jeder Form gegenüber Frauen und Mädchen.

Die Farbe Orange wird als Kennfarbe und „Orange the World“ als Slogan verwendet

Seit 1981 organisieren Menschenrechtsorganisationen wie z. B. Terre des Femmes jedes Jahr zum 25. November Veranstaltungen, bei denen die Einhaltung der Menschenrechte gegenüber Frauen und Mädchen thematisiert wird. Sie haben die allgemeine Stärkung von Frauenrechten zum Ziel. Dabei sollen vor allem Themen wie Zwangsprostitution, sexueller Missbrauch, Sextourismus, Vergewaltigung, Beschneidung von Frauen, häusliche Gewalt, Zwangsheirat, vorgeburtliche Geschlechtsselektion, weibliche Armut, Femizid etc. zur Sprache kommen. Außerdem sollen Programme unterstützt werden, die sich ausdrücklich für eine Gleichstellung von Frauen einsetzen; etwa im Bereich Erbrecht, Bildung, Privateigentum, bei aktivem und passivem Wahlrecht, Kreditwürdigkeit, Rechtsfähigkeit, Zugang zur Justiz und dem Sichtbarmachen von unbezahlter Arbeitsleistung.

Hintergrund für die Initiierung des Aktionstages war der Fall Mirabal. Die Schwestern Mirabal, Mitglieder der „Movimiento Revolucionario 14 de Junio“, wurden 1960, nach mehreren vorangegangenen Verhaftungen, in der Dominikanischen Republik durch Militärangehörige des damaligen Diktators Rafael Trujillo verschleppt und schließlich ermordet. 1981 wurde bei einem Treffen lateinamerikanischer und karibischer Feministinnen der 25. November zum Gedenktag der Opfer von Gewalt an Frauen  ausgerufen (Dia Internacional de la No Violencia Contra la Mujer) und 1999 offiziell durch die Vereinten Nationen (Resolution 54/134) aufgegriffen.

(Quelle: Wikipedia)

Muttertag

Ursprünglich bereits 1907 von Anna Marie Jarvis in den USA ins Leben gerufen, wurde die Idee des Muttertags in Deutschland erst 1923 vom Verband Deutscher Blumengeschäftsinhaber aufgegriffen. Nach dem Krieg wurde er in der DDR als Internationaler Frauentag eingeführt und in der BRD 1950 als nicht gesetzlicher Feiertag am zweiten Maisonntag.

Internationaler Frauentag

Der internationale Frauentag wird weltweit seit 1921 am 8. März gefeiert.
Seit 1975 wird er als „Tag der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau und den Weltfrieden“ begangen.

Wahlrecht für Frauen
Nach langem Kampf konnten Frauen am 19.01.1919 zum ersten Mal aktiv und passiv ihr Wahlrecht ausüben.

Erfurter Programm der SPD
Bereits 1891 nimmt die SPD auf ihrem Erfurter Parteitag die Forderung nach dem Frauenstimmrecht in das Parteiprogramm auf.

Beginn der Frauenbewegung in Deutschland
Ein Vorläufer der Frauenbewegung in Deutschland wurde 1865 in Leipzig als
„Frauenbildungsverein“ von Louise Otto-Peters gegründet.
Zunächst wurde eine Teilhabe an Bildung gefordert, danach das Wahlrecht für Frauen erkämpft.